Wie werde ich digitaler Nomade ? 11 wertvolle Tipps für deinen Einstieg

“Du kannst von überall aus arbeiten? Das würde ich auch gerne können!”, ist wohl einer der häufigsten Sätze die wir zu hören bekommen. Gefolgt von “Was hast du denn gelernt oder studiert, um als Digitaler Nomade ortsunabhängig arbeiten zu können?” Diese Fragen sind super spannend und lassen vor allem eins erkennen: Mit ihnen sind Glaubenssätze verhaftet, durch die sich die oder der Fragende selbst unterbewusst ein eigenes Limit setzt.

“Das würde ich auch gerne können!” Wir laden dich dazu ein: Probiere es aus! Und um dir diesen Schritt leichter zu machen, haben wir in diesem Artikel die ersten Schritte zum Digitalen Nomaden zusammengefasst.

  • 1 - Finde deine Stärken

Leider glauben immer noch zu viele Menschen, dass für jeden Job eine fundierte Ausbildung, ein Studium und viele Jahre Berufserfahrung nötig sind. Bitte höre jetzt auf, so zu denken! Unsere Geschichten sind das beste Beispiel dafür, dass es auch ohne geht: Unsere Tätigkeiten als Freelancer, Co-Founder, Blogger und ortsunabhängig Angestellte knüpfen so gut wie gar nicht an unsere Studienabschlüsse und Ausbildungen an. Das große Stichwort ist hier “Quereinsteigen”. Denn genau das haben wir und viele, viele andere Digitale Nomaden und ortsunabhängig arbeitende Menschen in Deutschland und überall auf der Welt so gemacht.

Für diesen Schritt benötigst du nur eine einzige Voraussetzung: Den Willen, es auszuprobieren. Nimm dir anschließend ein Blatt Papier und schreibe auf, welche Dinge dir im Alltag Spaß bringen und in welchen Aufgabenbereich du dir einiges zu traust. Notiere auch Tätigkeiten, die du gerne noch vertiefen oder erlernen möchtest. Und hier sind wir schon direkt in deinem Prozess zu einem freieren Leben, Glückwunsch! Denn du beginnst, dich zu reflektieren und denkst (vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben) ernsthaft darüber nach, was dir wirklich Spaß bringt und wo deine Stärken stecken. Und genau das ist deine erste To do: Finde deine Stärken!

Und da darf jetzt alles rein, was dir in den Sinn kommt: Teammeetings organisieren, Käsekuchen backen, zuhören, Social Media Posts planen, Texte schreiben, fotografieren, gute Mails verfassen, deine Yogalehrer-Ausbildung und dass du mit den Ohren wackeln kannst.

Fakt ist: Du hast immer mindestens eine Fähigkeit, mit der du dir mit ein wenig  Vorbereitung etwas eigenes aufbauen kannst!

Wichtig ist, dass du selbst realistisch und authentisch bleibst. Sei dir also bewusst, dass du vielleicht in sehr kleinen Schritten gehen, dass du auf manche Dinge verzichten und dass du langfristig denken musst. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Schritt.

  • 2 - Definiere deine Ziele

Sobald du herausgefunden hast, in welchem Bereich du selbstständig oder neben deinem festen Job arbeiten kannst, solltest du herausfinden ob du dich selbst auf diesem Weg auch langfristig siehst.

Genau zu diesem Zweck gibt es eine tolle Übung: “Den 5-Jahres-Zettel”.

Nimm dir dazu ein weiteres Blatt Papier (das erste ist ja bereits voll mit deinen Talenten und Stärken;) und falte dieses Papier zweimal, sodass du vier gleich große Flächen hast. Anschließend überlegst du dir, welche Bereiche in deinem Leben für dich eine besondere Bedeutung haben und ob du dort zukünftig Energie investieren und Erfolge haben möchtest. Diese Bereiche können zum Beispiel sein:

  • Gesundheit

  • Familie und Freunde

  • Finanzen

  • Eigenes Business

  • Reisen (und Arbeiten verbinden)

  • Sport und Fitness

  • Beziehung

Und jetzt kommt die eigentliche Übung: In deinen vier von dir definierten Bereichen deines Lebens beschreibst du, wo du dort in genau fünf Jahren stehst. Stell dir einfach vor, dass du heute in fünf Jahren eine gute Freundin oder einen Freund am Flughafen triffst, ihr euch lange nicht gesehen habt und du gefragt wirst: “Mensch, wie geht es dir eigentlich und was machst du denn jetzt so?” Schreibe auf, was du ihr oder ihm gerne dort am Flughafen erzählen würdest.

Lass auf dich wirken, was du geschrieben hast. Fühlt es sich für dich gut an? Ist es wirklich das, wo du dich gerne in fünf Jahren sehen möchtest? Passen deine ausgewählten Stärken als Start in ein freieres Leben dazu?

Nimm dir Zeit für diese Übung und deinen Prozess und sei dir bewusst, dass du diesen Lifestyle möchtest, ihn frei nach deinen Wünschen gestalten darfst, aber auch viele Herausforderungen dahinter stecken.

  • 3 - Sei bereit zu lernen

Eine der größeren Herausforderungen als Digitaler Nomade ist der Wille zu Lernen. Auch wenn du bereits in deinem zukünftigen Wunschbereich gearbeitet oder studiert hast (zB. Grafikdesign, Suchmaschinenoptimierung, Texten, etc.), wirst du Punkte erreichen, an denen deine bisherigen Kenntnisse nicht ausreichen, um aufs nächste Level zu kommen. Selbstständig zu sein und zu arbeiten bedeutet eben, Verantwortung zu übernehmen und (vor allem zu Beginn) alle Aufgaben selbst zu erledigen.

Sehen wir uns doch mal die Möglichkeiten an, neue Dinge zu lernen:

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.

  • Studienabschluss oder Ausbildung/Berufserfahrung sammeln: Bist du noch sehr jung oder hast großes Interesse daran, deinen gewünschten Bereich mit einem Studium oder einer Ausbildung zu vertiefen? Go for it! Weltweit gibt es so viele Möglichkeiten, von Professoren, Dozenten und Vorgesetzten zu lernen. Auch wenn dieser Weg erstmal länger erscheint: Wir denken ja langfristig! Du solltest aber nur studieren, wenn du dir sicher bist, dass dein Studium oder die Ausbildung/der Job dich auch wirklich mit benötigtem Wissen bereichern. Ansonsten: Spar dir die Zeit und sehe dich nach anderen Möglichkeiten um!

  • Kostenpflichtige Kurse/Seminare/Fortbildungen: Die Möglichkeiten, dich außerhalb von Uni und Arbeitgeber fortzubilden, sind heutzutage sehr vielseitig. Du musst lediglich Google anschmeißen und schon wirst du auf Coaches und Seminarangebote zu deinem Bereich stoßen. Auch hier ist etwas Vorsicht geboten, denn vor allem Coaches stellen sich häufig im hellstmöglichen Licht da. Hier solltest du also unbedingt tiefer recherchieren und Meinungen einholen, bevor du ein (teures) Programm buchst. Der Vorteil bei vielen dieser Angebote ist, dass du anerkannte Zertifikate beim Abschluss erhältst. Vor allem als Dienstleister wird sich sowas in deinem Portfolio zu Beginn gut machen und noch mehr Vertrauen bei deinen ersten Kunden wecken.

  • Selbststudium: Die günstigste und leider noch sehr unterschätzte  Alternative zu den beiden oberen Möglichkeiten: Bring es dir einfach selbst bei! Vor allem als Digitaler Nomade wirst du feststellen, dass die meisten Kunden keinen Wert auf deine Zeugnisse legen. Sie wollen gute Ergebnisse! Und das ist auch mein persönlicher Tipp an dich: Nimm dir einfach die Zeit, arbeite kostenlose Online-Lern-Angebote durch, notiere dir wichtige Punkte und pauke einfach für dich selbst. Solange du weißt, wofür du es machst wirst du es auch durchziehen.

Einige Angebote für (teilweise kostenlose oder sehr günstige) Fortbildungsmöglichkeiten findest du hier:

Und natürlich gibt es auch eine Vielzahl von YouTube-Tutorials und gut geschriebene Blog-Artikel zu allen Themen und Fachbereichen auf diesem Planeten. Viele weitere Links, Bücher und spannende Podcasts findest du auch in unserem kostenlosen Starterkit auf der Nomadweek-Startseite.

  • 4 - Zeige und platziere Dein Business & Deine Dienstleistungen!

Auf geht´s, erzähl es allen. Deiner Familie, deinen Freunden, deinen Nachbarn, deinen Sportskameraden - es können nicht genug Menschen sein, den du von deinem Projekt oder deinem Business berichtest. Menschen die dich schätzen und dir vertrauen empfehlen dich gerne weiter und das macht dich sichtbar! Das ist ein guter Anfang. Natürlich geht es danach noch weiter. Nutze Webportale, Foren und Soziale Plattformen und erstelle dir Profile.

Mache es den Menschen einfach dich zu finden und dein Business zu verstehen. Hier einige Empfehlungen von Webseiten, die dich je nach Bereich weiterbringen können. Du weißt schon was du anbieten möchtest? Klasse, dann findest du hier einen Überblick für verschiedene Bereiche und die dazugehörigen Portale, auf denen du dich platzieren und Jobs finden kannst.

Texten:

Grafikdesign & Co

Virtuelle Assistenz

Du bist schon bereit so richtig durchzustarten und möchtest dein eigenes Business hochziehen? Dann leg jetzt los und kreiere deine eigene Marke, schaffe Dir Marketingkanäle, z.B. mit einem eigenen Blog oder Podcast und leg los!

Verbinde dich mit Gleichgesinnten - ein echter Boost für dein Business!

Verbinde dich mit Gleichgesinnten - ein echter Boost für dein Business!

Unsere persönlichen Tipps:

  • Bereite dich vor! Wenn du bei Null anfängst und gerade in einen Bereich einsteigen willst, dann brauchst du für tolle Kunden ein Portfolio, Referenzen oder ein paar Probearbeiten. Am besten bekommst du diese indem du deine Dienstleistungen erst einmal vergünstigt oder für Freunde und Familie gratis anbietest. So kannst du Dir ein Portfolio aufbauen und dann so richtig durchstarten. Frage bei deinen ersten Jobs und Probeaufträgen auch immer nach Feedback, denn so hast du die Gelegenheit dich zügig weiterzuentwickeln.

  • Werde aktiv! Mach dich an die Arbeit und suche aktiv nach Kunden. Wenn du dir erst einmal ein Netzwerk aufgebaut hast, dann werden viele kommen bei guter Arbeit gerne immer wiederkommen und nachfragen. Zu Beginn ist es jedoch wichtig, dass du aktiv auf die Menschen zu gehst und auf dich und deine Dienstleistungen hinweist. Sichtbarkeit ist alles. Präsentiere dich wann immer du die Möglichkeit dazu hast!

  • Analysiere dein Umfeld! Natürlich bist du nicht der einzige Freelancer oder Remote Worker auf der Welt. Darum ist es umso wichtiger, dass du weißt, wer sich noch so in deiner Branche herumtreibt. Finde heraus welches die guten Seiten deiner Mitstreiter sind und finde einen Weg diese für dich und dein Business zu adaptieren. Oder du lässt dich einfach inspirieren und kannst dadurch auf neue, tolle Strategien stoßen.

  • Netzwerke! Einen Tipp der sicherlich kein Geheimnis ist, denn wir hören es immer wieder und es ist wahr: Netzwerke. Verbinde und vernetze dich mit Menschen, damit ihr euch gegenseitig unterstützen und inspirieren könnt. Es eröffnen sich oft vielfältige Möglichkeiten, ganz allein durch gepflegte Kontakte. Eine Hand wäscht die andere und das ist im Bereich New Work und Digitalen Nomadentum nicht anders. Schau doch mal in Foren oder auf Plattformen vorbei. Auch Facebook-Gruppen wie die Nomadweek Community sind super zum Austausch!

Hier findest andere digitale Nomaden und Online-Unternehmer:

  • 5 - Sei vielseitig und hungrig für Neues!

Einer der wichtigsten Aspekte um als digitaler Nomade und im Bereich New Work erfolgreich zu sein ist die Beständigkeit. Regelmäßiges Arbeiten, Kontakte pflegen und Austausch sind unumgänglich für nachhaltigen Erfolg. Auch deine Offenheit neuen Aufgaben und Menschen gegenüber ist Gold wert! Alles was du lernst, wird nützlich für dich sein. Weiterentwicklung ist niemals verkehrt. Und auch, wenn du kein Programmierer werden möchtest, dann ist es super, wenn du dich z.B. mit WordPress oder einem anderen CMS (Content Management System) auskennst, spätestens dann, wenn du deine Dienstleistungen zum Beispiel über eine Landingpage bekannt machen möchtest.

Es gibt oft Verknüpfungen und Überschneidungen, die uns vorher nicht bewusst sind. Genau darum ist es so wichtig offen für Neues zu sein. Besonders als digitaler Nomade. Je offener du bist, desto mehr Möglichkeiten hast du schließlich auch, um Geld zu verdienen und zu wachsen.

Und wenn du dich darum bemühst, dass deine Kunden und dein Wachstum im Vordergrund stehen, dann wird sich dies auch in deinen Bewertungen widerspiegeln. Und es gibt kaum etwas wertvolleres als zufriedene Kunden, die gerne wiederkommen. Umso besser, wenn sie diese Erfahrung dann auch noch mit anderen teilen und dich weiterempfehlen. Denn das ist eine riesige Hilfe auf deinem Weg zum erfolgreichen Digitalen Nomaden.

  • 6 - Plane dein neues Leben - aber richtig!  

Mittlerweile hast du wahrscheinlich entschieden, dass ein freier und selbstbestimmter Lebensstil das Richtige für dich ist und dass du genügend Fähigkeiten hast, um als digitaler Nomade durchzustarten. Aber was kommt als nächstes? Du kündigst deinen Job und nimmst den nächsten Flug? So leicht ist es leider nicht, denn es ist einiges an Planung und Vorbereitung notwendig. Wir zeigen dir, wie du den Übergang von jetzigen normalen Leben zu deinem neuen, langfristig orientierten ortsunabhängigen Leben so reibungslos wie möglich gestaltest.

Good bye Deutschland oder nicht?

Die Frage stellen sich viele, die mit dem Gedanken spielen, ortsunabhängig zu leben und zu arbeiten. Soll ich mich in Deutschland abmelden oder ist es besser und sicherer, eine deutsche Meldeadresse zu haben?

Wenn du deinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagern willst, macht es durchaus Sinn, dich in Deutschland abzumelden. Sofern du aber nicht sicher bist, wie lange du unterwegs sein willst und ob der Lifestyle wirklich zu dir passt, raten wir dir, in Deutschland gemeldet zu bleiben. In diesem Fall empfiehlt es sich, im Ausland einen zweiten Wohnsitz anzumelden oder dir für längere Zeit eine Air BnB Wohnung anzumieten. Du hältst dir damit alles offen und kannst dir überlegen, wie lange du letztlich im Ausland bleibst. Bei den deutschen Behörden bleibt alles beim Alten und du bist noch nicht offiziell abgemeldet.

Es gibt die Möglichkeit in Deutschland gemeldet zu bleiben, auch wenn sich dein Hauptwohnsitz  im Ausland befindet. Dafür benötigst du eine Wohnung in Deutschland, die dir jederzeit zur Verfügung steht. Das kann z. B. auch dein altes Zimmer bei den Eltern sein. Das ist besonders für digitale Nomaden praktisch, die nach einiger Zeit wieder nach Deutschland zurückkehren. Solltest du dir nicht sicher sein, welche Regelung für dich gilt, frag am besten direkt beim Einwohnermeldeamt nach.

Wenn du weißt, dass du permanent ins Ausland ziehen möchtest, ist der Vorgang relativ simpel: Du kündigst deine Wohnung und beendest alle bestehenden Verträge. Hier liegt es nahe, dass du dich auch direkt beim Einwohnermeldeamt abmeldest. Die Vorteile der Abmeldung liegen auf der Hand: Deine Pflichten gegenüber dem Staat, etwa die Steuern oder Krankenversicherung, entfallen. Diesen Schritt solltest du dir aber gut überlegen und erst vollziehen, wenn dein Business wirklich genug Profit abwirft.

digitalenomaden
  • 7 - Finanzen

Spare genug Geld. Besonders am Anfang kann es eine Weile dauern, bis du Kunden gefunden hast oder dein Unternehmen am Laufen ist. Stelle sicher, dass du genügend Ersparnisse hast, um für mindestens 3-4 Monate durchzukommen, ohne dass du dir Gedanken um Geld machen musst. Das ist nämlich ein großer Produktivitätskiller!

Starte so früh wie möglich mit dem Sparen. Der Beginn eines digitalen Nomadenlebens ist auch eine großartige Gelegenheit, alles loszuwerden, was du nicht mehr brauchst. Möbel, Elektronik, Kleidung...Alles, was du nicht mitnehmen willst und in Zukunft auch nicht benötigst: Verkauf es! Wenn es Dinge gibt, die du behalten möchtest, suche dir einen Lagerraum dafür oder frage Freunde oder Verwandte, ob sie einen Platz im Keller oder Speicher haben.

Laura und Daniel etwa haben ihr Auto verkauft, die Wohnung ausgemistet und viel “Kram” verkauft, den sie nicht mehr benötigen. Ein minimalistischer Lebensstil kann dir helfen, eine Menge Geld einzusparen. Ohne ein entsprechendes Startkapital würden wir dir den Start ins digitale Nomadentum auf jeden Fall nicht raten. Kündige auch alle Abonnements, die du so hast (Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Zeitung, Handy usw.). Und übrigens: 3€ pro Tag bei Starbucks sind 90€ pro Monat. 6 Kaffee-freie Monate sind demnach 540 € auf dem Sparkonto. Und das war nur EIN Beispiel!

Deine fixen und variablen Kosten lassen sich durchaus senken, wenn du ein Land mit geringen Lebenshaltungskosten wählst. Wichtig ist außerdem, einen Businessplan zu machen, die Kosten sowie die Umsätze zu planen – je nach Geschäftsvorhaben. Behalte deine Einnahmen und Ausgaben immer im Blick. Informiere dich auch, ob du den Gründungszuschuss vom Arbeitsamt beantragen kannst. Das ist der Fall, wenn du dich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machst. Eröffne ein Bankkonto mit einer Kreditkarte, mit dem du von überall auf der Welt auf dein Geld zugreifen kannst. Wähle am besten eine Bank aus, wo du kostenfrei Geld abheben kannst und keine Fremdwährungsgebühren zahlen musst.

  • 8 - Was sollte in deinen Rucksack?

Packlisten für digitale Nomaden findest du zuhauf bei Google, deswegen verzichten wir hier ganz bewusst darauf. Nur so viel: Neben den üblichen Basics wie Kleidung solltest du Dinge, du nicht oft benutzen wirst oder nicht helfen, dein Leben irgendwie zu bereichern, getrost zuhause lassen. Wir sind nur mit Handgepäck unterwegs, waschen in unseren Unterkünften oder in Waschsalons und kaufen Hygieneartikel, die nicht mehr ins Gepäck passen, direkt vor Ort. Weniger ist mehr!

Lies diesen Beitrag von Daniel zum Thema: Reisen mit Handgepäck

  • 9 - Wähle den richtigen Ort

Um gute Orte für digitale Nomaden zu bestimmen, sind die Lebenshaltungskosten,  Sicherheit, Klima und die Internetgeschwindigkeit wichtige Faktoren. Damit du dich mit anderen digitalen Nomaden vernetzen kannst, wäre es ja auch cool, wenn es den ein oder anderen Co-Working Space gäbe, oder? Es ist jedoch gar nicht so leicht, alle diese Kriterien herauszufinden, doch zum Glück gibt es die Nomadlist.

Entwickelt von digitalen Nomaden und Vielreisenden rund um den Globus, haben die Macher der Nomadlist eine umfassende Website entwickelt, die alle oben beschriebenen Faktoren auf einen Blick vereint. Die Daten auf ihrer Website lassen sich leicht nach folgenden Kriterien filtern:

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  • Orte (Städte, Länder oder Regionen)

  • Visafreie Orte (je nach Nationalität)

  • Lebenshaltungskosten (niedrig bis hoch)

  • Klima und Temperatur

  • Internet-Geschwindigkeit

  • Sicherheitsbewertung

  • Luftqualität

  • Preis für One Way Airplane Ticket

  • Community (englischsprachig, freundlich, gutes Nachtleben etc.)

Wenn du nach den besten Orten suchst, die zum Lebensstil eines digitalen Nomaden passen, sind Asien und Südamerika zwei großartige Kontinente. Olli zum Beispiel hat längere Zeit in Bali verbracht, wo er arbeiten mit seinem Hobby Surfen perfekt verbinden konnte. Laura lebt und arbeitet in Kambodscha. Daniel zieht es immer für längere Zeit nach Südamerika.

Lies auch, wie ein Tag im Leben eines digitalen Nomaden aussieht

  • 10 - Unterkunft finden

Natürlich brauchst du an dem Ort deiner Wahl eine Unterkunft, die den Bedürfnissen deines neuen Lebens entspricht. Wichtig ist natürlich eine positive Umgebung, Leute vor Ort zum netzwerken und gutes Internet, damit du reibungslos und effektiv arbeiten kannst. Hier findest du die passende Unterkunft:

AIRBNB

AirBnB ist der größte Marktplatz für Unterkünfte. Mit Gastgebern an über 34.000 Orten hast du viele Möglichkeiten, wenn du auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft bist. Viele Angebote auf Air BnB kannst du auch für längere Zeit mieten und bekommst sogar oftmals noch einen Rabatt für die Langzeitmiete.

Wir schenken dir bis zu 32 € für AirBnB

Booking.com

Wenn du weißt, dass du nicht so lange an einem Ort verbringen willst, ist Booking.com das perfekte Portal, um eine Unterkunft zu finden. Sage und schreibe über 28 Millionen Zimmer werden auf Booking angeboten.

Conomads

Auf dieser Seite für digitale Nomaden findest du Leute zum Co-Living oder solche, die noch Mitbewohner suchen.

  • 11 - Denke langfristig und sei bereit, hart zu arbeiten

Nachdem wir dir nun einiges von unserem Wissen vermittelt haben, wie du digitaler Nomade werden kannst, möchten wir diesen Moment nutzen, um über das Ziel und das Warum zu schreiben. Wir werden nicht müde, es so oft wie möglich zu betonen und auch auf der Nomadweek ist es immer ein großes Thema. Es hilft wirklich: "Immer langfristig zu denken" und von den ersten Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Es wird eine Zeit kommen (wir sprechen aus Erfahrung) wo es mal nicht so gut läuft und du dich einsam fühlst. Auch der Gedanke, nicht gut genug zu sein und der Zwang, es unbedingt schaffen zu wollen und sich dann zu überarbeiten ist öfter präsent, als du denkst.

Sei dir bewusst, dass man als digitaler Nomade genauso hart oder sogar noch härter arbeiten muss als in einem 9 to 5 Job. Aber dafür hast du die Freiheit, dein Leben und deine Arbeitswelt selbst zu bestimmen. Du bist der Steuermann für deine Zukunft!


Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag hilft, falls du mit dem Gedanken spielst, digitaler Nomade zu werden. Für noch mehr Hilfestellungen und Input für deinen ersten Schritt komme doch mit uns nach Portugal auf die Nomadweek. In dieser Woche geben wir dir alle Tools an die Hand, die du brauchst, um ein Online-Business zu starten.