Daniels größte Herausforderung als Freelancer, Reiseblogger und Nomadweek-Mitgründer

Daniel arbeitet als Mitgründer der Nomadweek nicht nur viele Stunden daran, unserem Herzensprojekt online ein Gesicht zu geben und unsere Buchhaltung zu pflegen, sondern betreibt mit Southtraveler auch Deutschlands größten Südamerika-Reiseblog und ist außerdem als freier Online-Content-Creator und neuerdings auch Reiseveranstalter mit dem Backpack Circle unterwegs. In diesem Artikel beschreibt er seine größte Herausforderung, die bei so vielen verschiedenen Tätigkeiten seinen Arbeitsalltag begleitet - und wie er sie versucht zu meistern. Vorhang auf und Hose runter!

Mein Kopf dreht sich wie ein Karussell auf dem Rummel. Er ist voll. Voll mit gefühlten tausend Gedanken. Blogposts schreiben, Rechnungen erstellen, Projekte vorantreiben, Webseite optimieren, hier noch schnell einen Social Media Post. Und immer wieder dieser eine Gedanke, der sich zwischen allen anderen in den Vordergrund drängt. Kann ich all dem gerecht werden? Habe ich mir zu viel zugemutet? Schaffe ich die Deadline? Und vor allem - erfülle ich den Anspruch an mich selbst. Und was sagen die anderen dazu, wenn ich es nicht schaffe? Kommen Dir diese Gedanken auch bekannt vor?

Immer diese Zweifel

Ich liebe, was ich Tag für Tag machen darf, doch es kommen gelegentlich verzwickte Situationen, die mich Kraft und Nerven kosten. So richtige Scheiß-Situationen, die mich lähmen und nach unten ziehen. Bohrende Zweifel - mich selbst hinterfragen, gepaart mit Perfektionismus, macht mir öfter zu schaffen, als mir lieb ist.

Diese Situationen schaden ungemein, als dass sie mich wirklich voran bringen. Selbst in der Freizeit dreht sich die Gedankenspirale unaufhörlich weiter. Beim Grillen mit Freunden bin ich nicht in Gesellschaft, sondern mit dem Kopf schon wieder am Schreibtisch. Ein krampfhaftes "ich will es unbedingt schaffen" vernebelt mir zu oft den Sinn für schöne Momente und Augenblicke, die den nötigen Freiraum schaffen sollen. Um den Akku wieder voll aufzuladen.

Stattdessen arbeitete ich oft bis spät in die Nacht, um am nächsten Morgen mit einem bösen Kater viel zu spät aufzustehen. Kein Alkohol Kater. Nein, der fast ebenso schlimme Workaholic-Kater. Weiter, immer weiter. Nach dem Motto: Viel bringt viel. Immer zu viel gleichzeitig. Ohne Sinn und Verstand. Und ohne Struktur.

Die Sehnsucht nach Struktur

Ich musste etwas ändern. An meinen Gedanken und meiner Arbeitsstruktur. Ich begann, mich mehr mit dem Thema Struktur, Selbst- und Zeitmanagement auseinander zu setzen. Mit anderen Worten, ich brauchte Orientierung; sehnte mich nach Leitlinien, um meine Produktivität endlich in richtige Bahnen zu lenken. Folgende Punkte habe ich mir mit der Zeit angeeignet. Ich bin noch lange nicht perfekt, doch versuche jeden Tag an dieser Challenge zu wachsen und meine Arbeitsprozesse zu verbessern.  

Weg mit dem Perfektionismus!

Egal, was du tust - es wird immer Gelegenheit zur Verbesserung geben. Schmeiß deinen Perfektionismus über Bord. Es gibt immer Möglichkeiten, aus Erfahrungen zu lernen und Feedback von Gleichgesinnten zur Verbesserung zu nutzen. Ich kann nur das Beste tun, was ich zu einem bestimmten Zeitpunkt leisten kann, mit dem Wissen und Können, das ich zu diesem Zeitpunkt besitze.

Pausen machen, abschalten und das Leben abseits der Arbeit genießen ist unheimlich wichtig. Gerade in der Selbstständigkeit. Auch so ein Learning, mit dem ich täglich zu tun habe. Mal den Kopf frei bekommen und nicht an das große Ganze denken. Das mache ich, in dem ich am Main spazieren gehe, Fahrrad fahre oder mich entspannt mit Freunden zum Bier verabrede. Dann bleibt das Handy in der Tasche und es wird sich voll auf diese genauso wertvolle Zeit eingelassen.

Für meine Arbeitsstruktur habe ich mir einen Wochenplaner erstellt und versuche, meine verschiedenen Projekte bestimmten Tagen zuzuordnen. So kann ich den Fokus behalten und viel mehr schaffen. Außerdem arbeite ich mittlerweile mit der Pomodoro Technik und teile mir meinen Vormittag in 25 Minuten Einheiten auf. 25 Minuten konzentriert arbeiten, 5 Minuten Pause. Das Ganze wiederhole ich drei mal und mache dann eine längere Pause von 20 Minuten, in denen ich mir was gutes tue. Probier es mal aus!

In diesem Beitrag findest du übrigens gute Tools für dein Zeitmanagement.

Ein persönliches Mindset ermöglicht es dir, neue Herausforderungen anzunehmen und gleichzeitig ein erfülltes Leben zu führen. Es mag immer noch harte Zeiten geben, aber wenn man die richtige Einstellung und das Wissen hat, Dinge richtig anzugehen und eine Struktur für sich selbst zu schaffen, ist man wesentlich belastbarer.