Ein Tag im Leben eines Digitalen Nomaden

Hast du schon die perfekte Routine gefunden? Die Möglichkeit, sich den Tag völlig frei einzuteilen, ist einer der größten Vorteile des Digitalen Nomaden gegenüber dem Angestellten. Für die meisten Nomaden der wichtigste Grund, sind sich die meisten Freiberufler, Freelancer und Online-Unternehmer einig, dass sie im eigenen Office produktiver arbeiten als am Schreibtisch eines Unternehmens.

Voraussetzung: Disziplin. Die Optimierung der perfekten Morgenroutine, das Gestalten der Pausen und die Ermittlung der Hochphasen im Arbeitstag sind Themen, die du auf vielen Digitalen-Nomaden-Blogs rund um der Welt findest. In diesem Artikel zeigen wir dir ein bewährtes Beispiel für einen produktiven Arbeitstag. Egal ob du im Coworking-Space oder von Zuhause aus arbeitest.

Die richtige Morgenroutine ist entscheidend

Bekannte Entrepreneure wie Tim Ferriss sind davon überzeugt, dass die erste Stunde nach dem Aufstehen für deinen weiteren Tagesablauf entscheidend ist. Und auch wir finden, dass du Morgens schon so Einiges reißen kannst.

Direkt nach dem Aufstehen

Nachdem dein Wecker dich in den Tag gebracht hat, machst du zuerst dein Bett. Schlage einfach die Decke am Fußende auf und schüttel dein Kissen aus. Dauert zehn Sekunden und du tust für deinen Geist zwei wichtige Dinge: Du hast Ordnung geschaffen und die erste Aufgabe des Tages gemeistert: Motivationsschub ist garantiert. Klingt bescheuert? Probiers aus!

Morgenstund' hat Sportschuhe am Fuß

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Nachdem du deinen Geist positiv gestimmt hast, ist der Körper dran. Eine moderate Portion Bewegung am Morgen bringt deinen Kreislauf in Schwung. Dabei bietet sich eher ein lockerer 20-Minuten-Lauf als eine Stunde Joggen an, denn du sollst dich danach nicht erschöpft an deinen Schreibtisch quälen. Wer Yoga in sein morgendliches Sportprogramm aufnimmt tut etwas für Körper und Geist - und ist gedehnt wie ein Gummiband. Optimal für die nächsten Stunden im Sitzen.

Der ultimative Wachmacher

Nach der lockeren Runde Sport gönnst du dir ne Dusche - und zwar am besten kalt! Brrr! Yes! Ist natürlich eine Gewöhnungssache, bringt deinen Kreislauf aber noch mehr in Schwung. Danach ist auch die letzte Müdigkeit gewichen.

Shake that Thing!

Hat dich deine Joggingrunde nicht eh schon am Bäcker vorbei geführt empfehlen wir: Selbstgemachte Shakes. Ein handelsüblicher Küchenmixer ist nicht teuer und macht dir aus frischem Obst und/oder Gemüse ein schmackhaftes und vitaminreiches Frühstück. Vorteil: Ist leichter verdaulich als zwei Brötchen und sorgt deshalb nicht gleich für ein durch Verdauung ausgelöstes Tief.

Besiege deinen Schweinehund

Ganz nach dem Eat-the-frog-Prinzip: Sobald du am Schreibtisch sitzt, versuche die Aufgabe, auf die du am wenigsten Lust hast zuerst zu erledigen. Das ist eine Routine, die Zeit braucht um zu fruchten, macht es dir aber auf langer Sicht leichter. Gibt dir dein gemachtes Bett schon am Morgen einen Motivationskick, gehst du Mittags mit einem Superman/girl-Gefühl in deine wohlverdiente Pause, wenn du das "Mörder-Task" erledigt hast.

Die Mittagszeit: Das erste Tagestief

Wie die meisten Menschen schaltest wahrscheinlich auch du Mittag den ersten Gang runter. Der Körper sehnt sich nach einer längeren Pause und meistens auch nach Nahrung. Ignoriere das nicht, sondern gönn sie dir!

Der Mittagstisch

Wir empfehlen lecker und leicht. Du hast den Morgen schon richtig abgeliefert, also gönn dir was. Aber es muss ja nicht unbedingt ein Schnitzel mit Pommes oder der Döner ums Eck sein, denn danach bist du definitiv platt und es wird dir schwer fallen, am Nachmittag nochmal anzuziehen. Sei doch stattdessen kreativ und versuche oft selbst zu kochen. Dabei kannst du abschalten, Musik hören und verbringst mal eine halbe Stunde nicht im Sitzen. Keine Idee, was du aus den Resten im Kühlschrank kochen sollst? Gib bei Receptpuppy an, was du zur Verfügung hast und die Webseite spuckt die passenden Rezepte aus.

Nach dem Essen sollst du ruh'n...

...oder tausend Schritte tun. Nach dem Essen solltest du es vermeiden, dich direkt wieder an den Schreibtisch zu setzen. Auch wenn die To-Do-Liste noch lang ist - die wenigsten Menschen können nach der Mittagspause konzentriert in die nächste Aufgabe starten. Gönn dir also eine Pause und geh an die frische Luft, lese ein paar Seiten und versuche dich etwas zu entspannen. Verbringe deine Mittagspause nicht vor YouTube oder Facebook, sondern schalte wirklich ab. Deine Augen und dein Kopf brauchen eine Pause vom Flimmerkasten und Smartphone-Screens.

Der Nachmittag: Lerne deine Phasen kennen

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In der zweiten Tageshälfte fällt es schwerer, konzentriert Aufgaben zu erledigen. Deshalb macht es Sinn, weniger anstrengende Pflichten wie E-Mails, Social-Media-Planung, kurze Texte schreiben, Videos schneiden usw. eher auf den Nachmittag zu legen.

Das Ende in Sicht

Das Erledigen aller Aufgaben ist das Ziel eines erfolgreichen Arbeitstages. Je mehr Routine du dir aneignest, desto produktiver wirst du arbeiten und desto schneller wirst du am Ende des Tages deine Aufgaben erfüllen. Zum Erlernen einer guten Arbeitsroutine gehört auch, dass du mit der Zeit einschätzen kannst, was du am Tag schaffst. Das sollte auch die letzte Aufgabe des Tages sein: Erstelle dir eine To-Do-Liste für den nächsten Tag.

Eine gute Routine will erarbeitet sein

Gut Ding will Weile haben. Deshalb zeichnet eine gut funktionierende Routine eine längere Probezeit aus. Die richtige Zeit zum Aufstehen, dein Pausen-Timing, das Eat-The-Frog-Prinzip - das alles erfordert Übung und vor allem Ausprobieren. Denn eines haben Bürojob und HomeOffice gemeinsam: Beide funktionieren am besten mit Routinen. Nur als Selbstständiger musst du die für dich am besten funktionierenden herausfinden.

 

 

Eine Liste von Tools, die dir dabei helfen, produktiver zu Arbeiten haben wir hier auch in unserem Nomadweek Starterkit für dich zusammengestellt.