Es stellen sich vor: Tobi & Marcel von Home is where your bag is

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Gute fünf Jahre ist es jetzt her, dass wir zum ersten Mal auf Langzeitreise gegangen sind. Doch aus einem ursprünglichen Sabbatical für sechs Monate ist im Laufe der Zeit viel mehr geworden. Etwas, was wir uns damals noch gar nicht hätten vorstellen können.

Eigentlich haben wir unseren Reiseblog gegründet, um während der sechs Monate ein bisschen was von den Erlebnissen für Familie und Freunde zu Hause zu teilen. Aber viel gebloggt haben wir zu der Zeit eher nicht, sondern unsere Reise genossen, was definitiv nicht verkehrt war.

Wieder zu Hause angekommen nach sechs Monaten, zumindest körperlich (denn ich denke im Kopf waren wir immer noch dort geblieben), wollten wir das Erlebte dennoch verarbeiten. Alleine aus dem Grund, dass wirklich viel passiert ist, unterwegs Pläne umgeworfen wurden, die amerikanische Seite der Welt komplett ausgelassen wurde und wir immer wieder in Südostasien landeten.

So fingen wir an, richtig intensiv am Blog zu arbeiten und veröffentlichten meist zwei Artikel pro Woche. Die Leserzahlen stiegen und es folgten zwei weitere Aufenthalte in Thailand, bevor Tobi Mitte 2014 endgültig seinen Job an den Nagel hing. Alles oder nichts, denn zu der Zeit bekamen wir über den Blog gerade mal die Kosten für das Hosting der Webseite wieder herein.

Viel, viel Arbeit stand uns bevor und so erkundeten wir neue Orte, schrieben Artikel ohne Ende, bauten den Blog weiter aus, fingen an Videos zu drehen. Marcel hatte neben seiner Freelancer-Tätigkeit zu der Zeit noch einen Nebenjob in Deutschland, den er aber online ausüben konnte und Tobi schrieb für diverse andere Webseiten und machte Übersetzungen. Denn irgendwie muss ja etwas Geld zum Leben reinkommen.

Es war schon unser Ziel, den Lebensunterhalt mit dem Blog zu verdienen. Aber dazu gehört eine Menge Arbeit und vor allem Zeit, denn so ein Business aufzubauen geht nicht auf die Schnelle. Viele Blogs schaffen es leider nicht, denn du brauchst Durchhaltevermögen und davon nicht gerade wenig.

Besonders hart sind natürlich die Zeiten, in denen es mal langsam oder gar nicht voran geht, vielleicht auch sogar mal ein kleiner Einbruch in Leserzahlen oder Einnahmen kommt. Aber das ist ein Grund mehr sich gut zu vernetzen, denn so kannst du dir immer neuen Input und neue Motivation holen bei Leuten, wo es funktioniert. Wir waren zum Glück zu zweit und konnten uns so immer gegenseitig motivieren und mal aus einem Tief holen, wenn es vorkam.

2015 fing der Blog langsam an etwas Geld abzuwerfen, was jedoch nicht mehr als ein kleines Taschengeld nebenbei war. Keine Möglichkeit also die anderen Jobs über Bord zu werfen und sich ganz dem Blog zu widmen. Das hätten wir natürlich liebend gern getan, aber irgendwo von müssen wir schließlich auch leben.

So ging es dann Monat für Monat weiter und wir suchten neue Einnahmequellen, um eines Tages komplett unabhängig zu sein. Das war der Traum. Der Traum, für den wir hart arbeiteten, auch wenn zu Hause in Deutschland alle immer dachten: Ach die beiden, die machen schon wieder Urlaub, wie können die sich das leisten?

UM EIN ONLINE BUSINESS WIRKLICH ZUM LAUFEN ZU BRINGEN, ARBEITEST DU OFT 50-60 STUNDEN DIE WOCHE

Aber wenn wir unterwegs waren für Recherche, wurde abends im Hotel gearbeitet. Wenn wir auf unsere Homebase Koh Phangan waren, wurde mehr gearbeitet als bei einer 40 Stunden Woche im Büro. Das wird oft nicht gesehen, aber um ein Online Business wirklich zum Laufen zu bringen, arbeitest du oft 50-60 Stunden die Woche. Oder sogar mehr.

Natürlich ist das eine andere Art von Arbeit. Du bist dein eigener Chef, du machst das Ganze für dich selbst und nicht für jemand anderen. Und wenn wir sozusagen unser Hobby, das Reisen, zum Beruf machen, dann fühlt sich nicht jede Aufgabe wie richtige Arbeit an.

Jetzt haben wir Ende 2017/Anfang 2018 und mittlerweile zahlt sich die viele Arbeit aus. Vor allem die eigenen Reiseführer, die wir auf den Markt gebracht haben, kommen super bei unseren Lesern an. Sie haben aber auch monatelange Arbeit gekostet – Recherche, Schreibprozess, Korrekturen, Fotos schießen, Buch designen – ein sehr langwieriger Prozess, der viel Kraft und Durchhaltevermögen fordert.

Würden wir diesen Weg nochmal einschlagen? Wahrscheinlich ja! Denn bis jetzt hat es sich absolut gelohnt aus dem 9-to-5 auszubrechen und sich selbstständig zu machen. Ein Reiseblog ist kein einfaches Businessmodell und jeder, der denkt, damit ist das schnelle Geld zu machen, liegt in unseren Augen falsch. Wir raten niemandem davon ab, aber der Markt ist schon fast übersättigt mit Reiseblogs. Es sei denn du machst was Neues und Innovatives. Ich würde aber davon abraten, gleich zu kündigen, sondern erst mal etwas nebenbei aufbauen.

Wir mussten auch viele Fehler auf dem Weg machen und vielleicht waren wir manchmal etwas zu blauäugig. Aber wir sind auf einem guten Weg. Das Ziel ist jedoch noch lange nicht erreicht.

Übrigens: Um uns zu erweitern, betreiben wir seit kurzer Zeit sogar einen zweiten Blog. Er heißt Try Thai und widmet sich ausführlich der thailändischen Küche. Da wir zum Großteil in Thailand leben, bot sich das Thema sehr an. Aber auch dort geht alles wieder von vorne los und bis dieser Blog rentabel wird steht uns noch viel Arbeit und Zeit bevor. Aber es macht ja auch einfach Spaß.

MEHR ÜBER MARCEL UND TOBI SOWIE DEREN BLOGS FINDEST DU HIER:

www.homeiswhereyourbagis.com

www.try-thai.de

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