Freelancer als Filmemacher: Lennart Wittstock berichtet.

Lennart Wittstock arbeitet sehr erfolgreich als Freelancer im Filmbereich und hat bereits verschiedene filmische Projekte betreut und umgesetzt. Wir freuen uns, dass er heute mit uns teilt, was ihn antreibt und wohin es für ihn als Filmemacher, Business-Mensch und Freelancer noch gehen soll.

Oliver hat mich gefragt, ob ich einen Text dazu schreiben möchte, was für mich den Reiz der Selbstständigkeit ausmacht. Ich habe jedoch noch nie in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet. Daher werde ich keinen Vergleich ziehen und auch niemanden sagen, was besser ist. Ich werde lieber davon berichten, was meine Beweggründe für die Selbstständigkeit waren und was mir besonders Spaß macht.

Vom Tagesgeschäft und den kleinen Dingen

Ich habe schon immer eine extreme Euphorie und Freunde verspürt wenn ich das Gefühl hatte, dass ich gerade eine besonders gute Idee hatte. Daher kamen dann auch immer neue Ideen. Durch die Euphorie und Energie war ich auch stets überzeugt, dass jemand oder auch ich diese Ideen zum Leben erwecken kann. Meistens waren die Leute, denen ich meine Ideen erzählt habe, nicht so überzeugt davon. Also lag es an mir, diese Wirklichkeit werden zu lassen. Somit ist mir früh klar geworden, dass ich keinen konventionellen Weg gehen kann, wenn ich all diese Ideen umsetzen möchte. Ich muss eine gewisse finanzielle und zeitliche Freiheit haben, um möglichst viele meiner Visionen Realität werden zu lassen. Als ich dann das erste Mal mit meinem Hobby “Filme machen” Geld verdient hatte, war ich angefixt und es gab keinen Weg mehr zurück.

Ich war stets sehr bemüht, dass jeder meiner Kunden die Zusammenarbeit genießt. Mir war unheimlich wichtig, dass man mich weiterempfiehlt und auch längerfristig mit mir arbeiten möchte. Daher habe ich zu allem ja gesagt, was mir über den Weg gelaufen ist. Seitdem habe ich hunderte Videos produziert. Anfangs ganz ohne irgendeine Rechtsform, dann als Freelancer, und jetzt in Form unserer Agentur www.21.digital. Mittlerweile bin ich bei 21 Digital immer weniger im operativen Geschäft tätig, dank unserer wunderbaren Mitarbeiter und den Prozessen, an denen wir seit unserer Gründung feilen. Diese gewonnene Zeit nutze ich, um an meinem Business zu arbeiten und weiter zu optimieren oder an Ergänzungen und neuen Business Modellen zu arbeiten, die noch mehr mit meinen Werten und Lebenszielen übereinstimmen. Meine Zielvorstellung ist es, dass Arbeit und Beruf möglichst wenig getrennt sind und ich mich mit dem was ich schaffe und tue komplett identifizieren kann. Mein Beruf ist also meine Berufung und ich kann meine Arbeit stolz mein Lebenswerk nennen.

Ich bin zwar noch nicht dort angekommen, aber ich bin mir sicher, dass es in naher Zukunft soweit ist. Das treibt mich an und gibt mir Kraft. Denn wenn ich das vor Augen habe, dann heißt es nicht: „Ich muss morgen zur Arbeit“ sondern „Ich will morgen zur Arbeit, um jetzt im Kleinen und später im Großen die Möglichkeit zu haben, der Welt genau das Geschenk zu geben, das ich ihr geben möchte“. Klingt hochtrabend, aber ich finde es cool.

Fokus und Vision

Es gibt mir die Möglichkeit, jede kleine Aufgabe auf dem Weg nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Chance, besser und kraftvoller zu werden. Bisher gab es nie diesen einen epischen Moment, in dem ich „die Entscheidung“ getroffen oder „die Idee“ gehabt habe. Es ist alles nur ein Anhäufen vieler kleinen Tätigkeiten, über viele Tage hinweg. Ob Belege zu sammeln, Mails schreiben, Telefonate führen oder Programme aufzusetzen sich nach Qual oder Erfüllung anfühlen, liegt viel an der Perspektive und der Vision. Das ist natürlich nicht einfach. Dafür sind auf dem Weg auch viele Dinge zu erledigen, die sich nicht wirklich nach einem Geschenk anfühlen. Aber wenn es einfach wäre, dann müsste man ja nicht wachsen. Genau das finde ich das Schöne an der Selbständigkeit. Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht die Gelegenheit bietet, sich in eine Situation zu begeben, in der man wachsen muss um sie zu bewältigen. Durch die Möglichkeit festzulegen, welche Vision ich damit verfolge, ist auch meistens etwas da, das mir die Kraft dafür gibt.

Doch bei all dem Lob soll auch gesagt sein, dass man solch eine Situation auch ohne Selbstständigkeit herbeiführen kann. Zudem ist es immer ein zweischneidiges Schwert, da man als Selbständiger zwar die Chancen erhöht zum Beispiel mehr Freiheit zu haben, aber gleichzeitig auch ein höheres Risiko eingeht seine Freiheit einzubüßen und von der vielen Arbeit verschluckt zu werden. Jedoch glaube ich, dass man gerade als Gründer oder Freiberufler Dinge wie proaktives Handeln oder Lösungsorientierung lernt, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Wenn es also doch nicht klappt, hat man sich meiner Meinung nach keine Wege verbaut. Solange das Ego (man möchte sich den „Misserfolg“ nicht eingestehen) einem nicht im Wege steht.

Daher empfehle ich allen die eigentlich wollen, aber sich nicht trauen mal die „Fear-Setting“ Methode von Tim Ferris anzuwenden und los zu legen. Auch wenn sich alle über den Spruch lustig machen - ich mag ihn: YOLO!

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