Ollis größte Herausforderungen als Selbstständiger und Unternehmer

Als Freelancer(in), Unternehmer(in) oder Student(in) kennst du das Gefühl ganz sicher: Es ist 18 Uhr und du bist so richtig schön angenagt - vor allem von dir selbst. Denn es ist mal wieder einer dieser Tage, an dem du dir viel vorgenommen, aber nur einen Bruchteil davon erledigt hast.

Immerhin weißt du auch warum: Morgens schon von vermeintlich kleinen Aufgaben abgelenkt, mit Freunden einen Trip via WhatsApp geplant und schon war es Mittag. Danach lief es nur noch schleppend, denn die Motivation war weg und du bist deine geplanten To dos nur noch halbherzig angegangen.

Für mich ist der „perfekte“ Start in den Tag als Selbstständiger immer wieder noch eine große Hürde. Selbstständig bedeutet eben ständig alles selbst zu gestalten, planen und durchzuziehen. Das klappt eben nicht immer - denn es gibt diese Tage. Mit den folgenden „Regeln“ bekomme ich aber trotzdem eine gute Struktur in einen vollen Arbeitstag und kann Abends entspannt den Laptop zuklappen.

Dein Morgen beginnt schon am Abend davor

Nach dem Aufstehen einfach mal zu schauen, was der Tag so bringt funktioniert seit dem Kindergarten nur noch im Urlaub und am Wochenende. Jedenfalls nicht an Tagen, an denen du dir vornimmst, die Welt zu verbessern. Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen, deine Aufgaben spätestens am Abend davor für den kommenden Tag festzulegen. So kannst du am nächsten Morgen bereits mit einem konkreten Fahrplan loslegen. Das spart Zeit und raubt dir morgens nicht unnötige Energie.

Extra-Tipp: Probiere mal das Eat-the-frog-Prinzip aus und lege dir die unangenehmste Aufgabe direkt als dein erstes To do am Morgen. Sobald dieser Brocken erledigt ist, wird dir der restliche Arbeitstag um einiges angenehmer erscheinen.

Sprich mit dir selbst

Ich habe für mich herausgefunden, dass es mir unglaublich hilft, meine geplanten To dos, wichtige Überlegungen und generell alles, was einen wachen Geist erfordert mit mir selbst laut zu besprechen. Und das laut und deutlich, als würde ich einem wichtigen Geschäftspartner meine Gedanken mitteilen. Das klappt natürlich nicht unbedingt im Coffeeshop oder Coworking Space. Jedenfalls nicht ohne schiefe Blicke von deinen Mitmenschen. Aber dann geh doch mal ne Runde um den Block, setz dich auf eine Parkbank oder an den Strand, du Glückliche(r) und sage dir selbst vor, wie du deine Ziele umsetzen willst. Bringt mir meist mehr, als jede handschriftliche To-do-Liste.

Ablenkungen gehen Off

Für dich sicherlich kein unbekannter Trick mehr, aber leicht fällt es uns meistens trotzdem nicht: Wenn du arbeitest, dann sollte alles, was dich stören kann nicht in deiner unmittelbaren Reichweite liegen. Ganz oben steht da dein Handy mit all den tollen Apps, Matches und Freundeslisten. Die können aber auch mal auf dich warten - glaub es mir.

Generell sollte sich auf deinem Schreibtisch nur das befinden, was du auch zum Arbeiten brauchst: Laptop, Notizbuch, etwas zu trinken - mehr braucht es meistens nicht. Schalte dein Handy in den Flugmodus und verbanne alles, was nichts mit deiner Arbeit zu tun hat aus deinem produktiven Radius von mindestens einem Meter.
Ein nützliches Tool gegen Ablenkung direkt am Laptop ist SelfControl. In der App legst du fest, welche Websites du in einer bestimmten Zeit nicht besuchen darfst. Endlich mal arbeiten ohne Facebook!